Gemeinsam gegen Klimakrise und Artensterben
Klimawandel und Artensterben – zwei Krisen, die sich gegenseitig verstärken. Steigende Temperaturen, extreme Wetterlagen und der Verlust von Lebensräumen setzen unserer Natur massiv zu. Auch in unserer Region verschwinden Tier- und Pflanzenarten – besonders jene, die auf Feuchtlebensräume angewiesen sind: Wiesenvögel wie Kiebitz und Brachvogel, aber auch Amphibien und Feuchtwiesenpflanzen.
Doch wir können etwas tun.
Unser Ziel: Natur schützen und Klima stärken – zugleich.
Das von der EU und dem Land Nordrhein-Westfalen geförderte LEADER-Projekt „Lebensräume mit Zukunft“ entwickelt und erhält artenreiche Lebensräume, die gleichzeitig dem Klimaschutz dienen. Denn Moore, Feuchtwiesen und naturnahe Flächen binden CO2, halten Wasser in der Landschaft und bieten zahlreichen bedrohten Arten eine Heimat. Das Projekt soll auf das klimabedingte Artensterben vor Ort aufmerksam machen und regionale Maßnahmen entwickeln, diesen entgegenzusteuern.
Warum das wichtig ist:
"Lebensräume mit Zukunft" knüpft an das VITAL.NRW-Projekt "Artenreiche Lebensräume" in der Region GT8 an. Neu für die Region ist die Ausrichtung nicht allein auf Artenschutz, sondern die Einbeziehung des Klimaschutzes. Das Projekt soll dazu dienen, unsere Region krisenfester zu machen. Mithilfe resilienter Biotope wird der Landschaft sowie den darin lebenden Wesen geholfen. Dies gilt sowohl für die Natur als auch für die hier lebenden Menschen. |
Machen Sie mit!
Gestalten Sie mit uns eine lebenswerte und zukunftsfähige Region.
Das Projekt „Lebensräume mit Zukunft“ lebt von
Zusammenarbeit. Nur gemeinsam mit Flächeneigentümerinnen und -eigentümern,
Kommunen, Institutionen und engagierten Akteurinnen und Akteuren vor Ort kann
es gelingen, unsere Landschaft widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu
machen und die biologische Vielfalt zu bewahren. Es gibt verschiedene
Möglichkeiten, wie Sie sich einbringen können!
Was wird gefördert?
Das Projekt soll einen Beitrag dazu leisten, dem Klimawandel und Artensterben auf lokaler Ebene entgegenzuwirken. Dazu sollen Strukturen geschaffen werden, die negative Auswirkungen des Klimawandels verringern und das Artensterben verlangsamen. Es gibt bewusst keinen Maßnahmen-Katalog, da auch eigene Projekt-Ideen entstehen dürfen!
Beratung für Flächeneigentümerinnen und -eigentümer
Wir bieten eine individuelle Beratung zu den Herausforderungen des Klimawandels und dem Rückgang der Artenvielfalt an – nicht nur für Landwirtinnen und Landwirte sondern auch private Eigentümer und Eigentümerinnen. Gemeinsam entwickeln wir Vorschläge zur ökologischen Optimierung von Flächen, die sowohl dem Klimaschutz als auch der Artenvielfalt zugutekommen. Diese kann auch angefragt werden, wenn keine weiteren Maßnahmen geplant sind oder die Idee nicht förderfähig sein sollte.Wasser in der Landschaft halten
Feuchtlebensräume sind von zentraler Bedeutung – für den Erhalt vieler bedrohter Arten und als natürliche Wasserspeicher in Zeiten zunehmender Trockenheit. Gemeinsam entwickeln wir Maßnahmen zur Wiedervernässung, etwa durch das temporäre Verschließen von Entwässerungsgräben, die Neuanlage oder Verbesserung von Stillgewässern wie Blänken oder naturnahe Kleinteichen. Somit kann der Wasserhaushalt besser reguliert werden, Extremwetter ausgeglichen und der Schutz von Amphibien, Libellen und anderen spezialisierten Arten besser gewährleistet werden.
Intakte Lebensräume fördern und erhalten
Biodiversität beschreibt nicht nur eine Vielfalt an Arten, sondern die Vielfalt von Landschaften bis hin zu der genetischen Vielfalt einzelner Populationen. Diese zu erhalten und wiederherzustellen, fördert auch die Resilienz eine ungewisse Zukunft zu bestreiten. Intakte Lebensräume, mit einem Mosaik aus Biotopen, welche miteinander vernetzt sind, helfen die Biodiversität auf allen Ebenen zu fördern. Neben den bisher geförderten hochwertigen Säumen, artenreichen Wiesen und Strukturelementen, wie Gehölzen, werden nun weitere Maßnahmen gefördert, um die Landschaft insgesamt aufzuwerten. Es werden insbesondere Flächen und Maßnahmen gesucht, die helfen, den Biotopverbund zu unterstützen. Gern können auch bestehende Biotope wieder in einen ökologisch wertvollen Zustand gebracht werden. Dies kann beispielsweise die Entfernung von Gehölzen und Entschlammung eines Kleingewässers sein.
konkrete Maßnahmenkonzepte mit Kostenplanung
gemeinsam besprechen wir die vorhandenen Ideen, erörtern das Potenzial der Fläche und konzipieren konkrete Maßnahmen, die für Ihre Fläche langfristig sinnvoll ist.
Wie viel wird gefördert?
Für ausgewählte Projektflächen erarbeiten wir umfassende Konzepte mit konkreten Maßnahmenvorschlägen und detaillierter Kostenplanung. Diese bilden die fachliche und finanzielle Grundlage für die Umsetzung in der nächsten Projektphase ab 2027. Die Förderung erfolgt kofinanziert durch die LEADER Kulisse, welche bis zu 70 % der finanziellen Mittel des Projektes besiteuert. Das Projekt wird zusätzlich vom Kreis Gütersloh als Drittmittelgeber finanziell unterstützt. Eigenleistungen im Rahmen des Projektes sind daher gern gesehen, jedoch nicht vorrausgesetzt!
Mitmachen kann jeder
Interessierte und auch aus jeder Altersgruppe. Dies bedeutet, dass sich jeder
mit eigenen Ideen, Projekten, aber auch bei der anschließenden Umsetzung von
Maßnahmen einbringen kann. Schulgruppen, Naturschutzvereine, Vertreter aus der
Landwirtschaft, Imker, Angler, Kommunen bis hin zu Kirchen mit ihren Friedhöfen
oder Besitzer von Firmengrundstücken. Aber auch Privatleute mit Gärten oder
Betreiber von Golfplätzen gehören zur konkret angedachten Zielgruppe.
Letztendlich soll ein Netzwerk von Akteuren aufgebaut bzw. bereits bestehende
Kooperationen ausgebaut werden.
Die LEADER-Region GT8 im Kreis Gütersloh umfasst die Städte und Gemeinden Borgholzhausen, Teile von Gütersloh, Halle, Harsewinkel, Langenberg, Rietberg, Versmold und Werther. LEADER ist ein EU-Förderprogramm, das auf die Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum abzielt und umfasst auch Siedlungsgebiete mit bis zu 30.000 Einwohnern. Wann wird gefördert? Die Planungsphase der Fördermöglichkeiten ist für 19 Monate angesetzt und läuft bis Dezember 2026. Die zweite Phase des Projektes wird als Folgeantrag gestellt und ist für 2027 vorgesehen. Mit Bewilligung des Folgeantrages beginnt die Maßnahmensumsetzung der in der ersten Phase geplanten Projekte. Beratungen, Schulungen und Seminare werden jedoch auch in 2027 weiterhin geplant sein. |
Klima- und Artenschutz-Ranger werden
Im Rahmen des Projekts werden Schulungen und Seminare für Jugendliche und Erwachsene angeboten – mit dem Ziel, sie als „Klima- und Artenschutz-Ranger“ auszubilden. Dabei lernen sie unter anderem, Arten zu bestimmen (z.B. mit digitalen Bestimmungs-Apps) und wichtige Indikatorarten in der Landschaft zu erkennen. Begleitend werden soziale Medien genutzt, um die Ranger untereinander zu vernetzen, Projekte vorzustellen und weitere Interessenten zu akquirieren.
Ziel ist es, unsere Region gemeinsam mit den hier lebenden Menschen klimaangepasst und artenreich weiterzuentwickeln – für heute und für kommende Generationen.
Gemeinsam machen wir Ihre Fläche zukunftsfähig. Schreiben Sie uns an – wir freuen uns auf Ihre Projekt-Ideen!
Kontakt:
LEADER-Projekt - Lebensräume mit Zukunft Lena
Brenstein |
Mehr Informationen
- zur GT8 Region (Externer Link, öffnet in neuem Fenster)
- zu LEADER allgemein (Externer Link, öffnet in neuem Fenster)
Weitere Maßnahmen & Anregungen (Externe Links, öffnen in neuem Fenster)
- Energetische Sanierung artegerecht gestalten und fördern lassen: F+E Vorhaben des BfN
- Die Zukunftsinitiative Klima.Werk bietet eine schöne Übersicht an Maßnahmen für Ihre Siedlung
- Informieren Sie sich über weitere Fördermöglichkeiten deutschlandweit,
- z.B. bei dem BMUKN zu natürlichem Klimaschutz.
