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Blühstreifen, Blühflächen und Brachestreifen zur Förderung der Insekten

14.03.2018
Es ist in aller Munde: Das Insektensterben hat einen dramatischen Verlauf angenommen. Laut einer umfassenden Studie ist die Biomasse der Insekten seit 1989 bundesweit um bis zu 80 % zurückgegangen. Die Daten stammen aus Naturschutzgebieten - in nicht geschützten Bereichen der Kulturlandschaft wird dieser Negativtrend wohlmöglich noch gravierender ausfallen. Wer dem Schwund der Insekten (und mit ihnen auch anderer Tierarten) nicht tatenlos zuschauen möchte, sollte sich jetzt engagieren! Blühstreifen, Blühflächen und Brachestreifen stellen beispielsweise effektive Schutzmaßnahmen dar, die das Nahrungsangebot der Insekten verbessern. Die Biostation hat eine umfassende Information mit Empfehlungen und Tipps zur Anlage solcher Flächen erstellt.

Erschreckend: Das Insektensterben

Der Rückgang der Insekten um bis zu 80 % ist dramatisch! Es ist kaum absehbar, was passiert, wenn die Zahl der Insekten noch weiter zurückgeht. Etwa 80 % der Kulturpflanzen und der heimischen Wildpflanzen werden durch Insekten bestäubt. 

Bleiben die Insekten weg, so tragen diese Pflanzen keine Früchte und können sich nicht weiter vermehren. 

Der zu erwartende wirtschaftliche Schaden allein im Obst- und Gemüseanbau ist immens.



Erst sterben die Insekten - dann die Vögel

Mit den Insekten sterben auch Vögel, Kleinsäuger und Amphibien, für die die Insekten die wichtigste Nahrungsquelle darstellt. Ein erschreckendes Beispiel für den Rückgang des Vogelbestandes bietet der Kiebitz:  

Laut Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz hat die Population des Kiebitz in NRW seit den 80-er Jahren in NRW um 75 % abgenommen. 

Dieser dramatische Verlauf wird leider auch durch die flächendeckenden Erfassungen der Biostation im Kreis Gütersloh belegt. Der Rückgang von 2007 bis 2016 betrug ca. 50 % der Brutpaare!





Ursachen

Zu den möglichen Ursachen gehören neben dem Flächenverbrauch durch neue Straßen und Siedlungen auch die intensivere Flächennutzung durch die Landwirtschaft. 

Der Einsatz von Insektiziden, insbesondere von Neonicotinoiden, stellt ein großes Problem für die Masse der Insekten und die Vielfalt ihrer Arten dar.

Überdies werden den Insekten Stickstoffverbindungen, die sich in Düngern befinden, aber auch durch Abgase von Verkehr und Industrie in die Luft gelangen, zum Verhängnis.



Was können wir tun?

Insekten brauchen wieder mehr Blühpflanzen! 

Artenreiche, bunte Wiesen, blütenreiche Gärten, blühende Säume und Raine sowie Ackerbereiche mit Wildkräutern verbessern die Nahrungssituation der Insekten. 


Jeder einzelne von uns kann einen kleinen Beitrag leisten, damit der dramatisch verlaufende Insektenschwund aufgehalten wird!

 

Die Biologische Station bietet Ihnen eine umfassende 

Information zur Anlage von Blühstreifen, Blühflächen und Brachestreifen