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Aktuelles

Neuer NachweisSiebenschläfer nutzen aufgehängte Kästen zur Aufzucht ihrer Jungen

04.08.2016
52 Kästen für die Siebenschläfer, so genannte Kobel, hat die Biologische Station für den Siebenschläfer im Frühjahr 2015 im Teutoburger Wald in Borgholzhausen aufgehängt. Die Kobel wurden schnell von den kleinen Bilchen als Schlafplatz angenommen. Dieses Jahr gelang zudem der Nachweis, dass die Siebenschläfer die Kästen zur Reproduktion nutzen. Die Biostation hat die Kontrolle der Kobel gemeinsam mit dem Säugetierexperten Holger Meinig im Juli 2016 durchgeführt.

Die nachtaktiven Siebenschläfer benötigen Unterschlupfmöglichkeiten, in denen sie sich am Tage verstecken können. Auch ihre Jungen ziehen die kleinen Bilche in Baumhöhlen älterer Laubbäume auf. Die Verfügbarkeit von Quartieren stellt für den Siebenschläfer einen limitierenden Faktor dar.

Da es insbesondere in Waldbereichen mit intensiver forstlichen Nutzung an natürlichen Baumhöhlen mangelt, hat die Biostation im Rahmen ihres Schutzprojektes für den Siebenschläfer 52 so genannte Kobel aufgehängt. Sie befinden sich in 14 ausgewählten Waldparzellen und auf einer alten Streuobstwiese am Waldrand vom Teutoburger Wald in Borgholzhausen.

Im Juli 2016 haben wir die Kästen gemeinsam mit dem Säugetierexperten Holger Meinig auf Besatz kontrolliert.





In mehreren Kobeln ist uns der Nachweis anhand von Lebendtieren gelungen!

Darunter waren auch ein trächtiges Weibchen, sowie ein Weibchen mit relativ frisch geborenen Jungen.

Die Kästen werden also auch zur Reproduktion von den Siebenschläfern genutzt.


Weitere Nachweise von Siebenschläfern an und in unmittelbarer Nähe der Kobel bekamen wir durch Nagespuren an Kästen, durch ausgepolsterter Kobel mit Haaren und Blättern sowie durch aufgenagte Hülsen von Bucheckern.