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Gold für Gütersloh - Schutzprojekt für die Goldammer
28.01.2016
Bild: Bernhard Walter
Die Goldammer ist ein typischer Feldvogel der offenen und halboffenen Kulturlandschaft. Ihr Bestand ist aufgrund von Flächenverbrauch und einer zunehmenden Intensivierung der Landbewirtschaftung rückläufig. Die Biostation setzt in Gütersloh und Harsewinkel praktische Maßnahmen um, um ihren Lebensraum zu verbessern. Das Projekt wird gefördert durch die Stiftung der Sparkasse Gütersloh.
Aktuelles aus dem Projekt
Allgemeine Informationen

Die Biologische Station hat im Jahr 2015 das Projekt „Gold für Gütersloh – Schutzprojekt für die Goldammer“ ins Leben gerufen.

 Das Projekt wird gefördert durch die 

Stiftung der Sparkasse Gütersloh







 


„Wie, wie, wie, wie hab‘ ich dich lieb“ – so wird der charakteristische Gesang der Goldammer (Emberiza citrinella) im Volksmund umschrieben. 

Die Männchen schmettern ihr Lied von Singwarten aus und versuchen damit den Weibchen in der Paarungszeit zu imponieren. 

Anschließend präsentieren sie dem angelockten Weibchen Grashalme, um sie zu einem gemeinsamen Nestbau zu animieren. 

Die Brutzeit der Goldammer beginnt im April und endet im Juli.






Auch das Federkleid der Männchen ist zur Brutzeit besonders auffällig. Mit ihrem leuchtend gelbgoldenen Kopf, ihrer gelben Unterseite mit rötlicher Brust und ihren dunkelbraun längsgefleckten Flügeldecken machen sie die Weibchen auf sich aufmerksam –
und erfreuen mit ihrem Prachtkleid den ein oder anderen Vogelfreund.

Im Winter tragen die Männchen ein Schlichtkleid und ähneln damit den Weibchen. Diese sind unscheinbarer grünbraun gefärbt und haben gelbliches Gefieder an Kehle und Unterseite.


Lebensraum

Die Goldammer ist ein charakteristischer Brutvogel der offenen und halboffenen Kulturlandschaft. Sie bevorzugt strukturreiche Gebiete mit Hecken, Gehölzen, Alleen und Einzelbäumen.

Zudem dienen Brachflächen mit Gehölzaufwuchs, Waldränder, Bahndämme und Schonungen als Brutgebiet.

Die Goldammer ist auch auf allein gelegenen Höfen und in Randzonen von Siedlungen anzutreffen. Sie brütet meist versteckt in der Bodenvegetation oder in bis zu 2 m Höhe in Bäumen und Sträuchern.




Nahrung

Die Ammer-Nestlinge werden vorwiegend mit Insekten und Spinnen gefüttert, während die Nahrung der Altvögel überwiegend aus Sämereien, grünen Pflanzenteilen  und milchreifen Getreidekörnern besteht.

Im Winter suchen die Goldammern gemeinsam mit anderen Körnerfressern, wie Sperlingen und Finken, ihre Nahrung  in Scharen auf Stoppelfeldern, in Getreideschuppen und auf Bauernhöfen. An Futterstellen in Gärten sammelt die Ammer ihre Nahrung ausschließlich vom Boden auf,  ist hier jedoch seltener Gast.

Verbreitung und Gefährdung

In Nordrhein-Westfalen und auch im Kreis Gütersloh ist die Goldammer nahezu flächendeckend verbreitet. Sie meidet Innenstädte und kommt daher in größeren Bereichen im Ruhrgebiet nicht vor. Infolge des Flächenverbrauchs  und der zunehmenden Intensivierung der Landbewirtschaftung hat sich der Lebensraum der Feldvögel insgesamt verschlechtert. Somit hat neben der Feldlerche, Kiebitz & Co. auch  die  Goldammer langjährige Bestandseinbrüche zu verzeichnen. In der Roten Liste wird sie auf der Vorwarnliste geführt.

Schutz

Die Biologische Station hat im Jahr 2015 das Projekt „Gold für Gütersloh – Schutzprojekt für die Goldammer“ ins Leben gerufen. Damit möchte sie sich für die Förderung dieses sympathischen Feldvogels engagieren.

Mit praktischen Maßnahmen, wie die Anpflanzung von Hecken und die Anlage von Brache- und Blühstreifen, wollen wir die Lebensraumbedingungen der Goldammer im Stadtgebiet Gütersloh und in Harsewinkel verbessern.

Das Projekt wird gefördert durch die Stiftung der Sparkasse Gütersloh.


   


Kontakt
Anschrift
Biologische Station Gütersloh/Bielefeld
Niederheide 63,
33659 Bielefeld

Tel.: 05209 / 980101
Fax: 05209 / 980102

E-Mail
info(at)biostationgt-bi.de